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Themenweg 2.0

Posted on by Roger Aeschbach

Einblicke in die Konzeption eines Wegs zum Thema Liebe und Partnerschaft

Portal und Ausgangspunkt bei der Hütte.

Portal und Ausgangspunkt bei der Hütte.

Bespielungskonzept:
Das Konzept für den Weg verbindet eine bestehende Landmark mit dem Ausgangspunkt des Weges. Die Installationen begleiten die wandernden Gäste auf dem Weg unaufdringlich und evozieren eine gemeinsame Reflexion über ihre Partnerschaftsbeziehung. An den Stationen werden vergangene Erlebnisse in Erinnerung gerufen und schlussendlich, nach dem begangenen Weg, in gemeinsamen Zukunftsperspektiven zelebriert. 

Die einzelnen Stationen und die jeweiligen Fragen

Die einzelnen Stationen und die jeweiligen Fragen

Fragen entlang des Wegs:

Was ist das verrückteste, dass du aus Liebe gemacht hast?
Wie habt Ihr euch kennengelernt?
Wie nennst du deinen Liebsten?
Was schätzt du an deinem Partner am meisten?
Was gibt eurer Beziehung Kraft?
Unsere Liebe ist …
Wem wirst du diesen Stein als Liebesbekenntnis überbringen?
Wir wünschen uns für die Zukunft …

 

Umsetzung:

In 6 verschiedenen Stationen entlang des Weges werden ortsspezifische Installationen geschaffen. Bei allen Stationen steht ein Buch im Zentrum. Die Bücher sind dabei als Hybrid aus Gäste-, Hütten-, Gipfelbuch auf der einen Seite, und einer Sammlung aus Geschichten & Gedichten zum Thema Liebe und Partnerschaft auf der anderen Seite konzipiert. Das heisst, die Gäste werden aufgefordert selbst Eintragungen, Widmungen und Liebesbekenntnisse in die Bücher zu schreiben. Gleichzeitig werden in gedruckten Texten Inhalte vermittelt. Dabei können ortsbezogen z.B. Verweis und Kontextualisierung einer speziellen Aussicht, Fundstelle von Granatsteinen und Liebesgeschichten dazu beschrieben werden. Ebenso können aber auch unterschiedliche Aspekte der Marke und ihre historischen Identitäts- und Kompetenzstränge kommuniziert werden.

 

Gestaltungsvorschlag für die Bücher 

Gestaltungsvorschlag für die Bücher 

Die von den Gästen in den Büchern gemachten Einträge werden auf einer interaktiven Platform abgebildet und entwickeln dort ein dynamisches Eigenleben (Kommentare, Likes, Wettbewerb mit den beliebtesten Beiträgen, Diskurs zu den Themen).
Der so entstehende Content kann im Nachhinein in der Kommunikation des Kunden Verwendung finden.

Die Bänke markieren die Stationen und sind einzigen gebauten Elemente in der Landschaft 

Die Bänke markieren die Stationen und sind einzigen gebauten Elemente in der Landschaft 

Die Fragen sind in die Bänke eingelassen

Die Fragen sind in die Bänke eingelassen

Das partizipativ angelegte Konzept des Wegs verbindet somit innovativ den real- mit dem virtuellen Raum. Mit diesem Konzept generieren wir keine Bilder, Klischees oder Meinungen, sondern Fragen den Besucher danach. So verrennen wir uns nicht in Klischees und sprechen trotzdem ein breites Publikum an. Die Installationen sind nicht nur kostengünstig zu realisieren, ebenso wird durch die Reduktion auf Sitzbänke der tendenziellen Übermöblierung und Überinszenierung des Berges entgegengewirkt.

Antworten werden direkt auf eine Tafel geschrieben und dann mit dem Selfie der Verfasser gepostet 

Antworten werden direkt auf eine Tafel geschrieben und dann mit dem Selfie der Verfasser gepostet 


Auf Facebook wurde von Jörn Borchert gefragt „Was genau ist eine Überinzenierung?“ 

Diese Frage ist natürlich wichtig um unsere Haltung gegenüber der vorherrschenden Tendenz in solchen Projekten einzuordnen.

In den alpinen Tourismusdestinationen ist ein Wettrüsten mit immer neuen noch spektakuläreren Installationen im Gange. Viele dieser Attraktionen sind nur auf quantitative Aspekte ausgerichtet: noch längere Hängebrücken, noch längere Monster-Trottinett Abfahrten, noch mehr Beamer in der Bergstation um die Gäste mit Infotainment zu bombardieren. Das können Vergnügungsparks viel besser. Die Zeit ist überreif für subtile, nicht invasive dafür aber orts- und themenspezifische Konzepte.